Die drei K

Als meine beiden Kinder noch ganz klein waren, waren wir in einer Krabbelgruppe. Eine Mutter, religiös, erzählt einmal von den drei K. Was damit gemeint ist: Küche, Kinder, Kirche.
Mir war bis dahin nicht bekannt, dass die Gesellschaft diese 3 K als wichtig für eine Frau befindet. Siehe hier Wikipedida-Artikel. Meine Bekannte belächelte es ein wenig. Mich hat es jedoch bis jetzt beschäftigt. Denn es macht mich fassungslos, dass die Rolle der Frau gesellschaftlich bis die Mitte des letzten Jahrhunderts so dermaßen konservativ geprägt war, und es leider teilweise heute noch so ist …

Die drei K der heutigen Mutter sehen jedoch etwas anders aus. Und hier knüpfe ich an einen alten Artikel an, den ich einmal auf einem anderen Blog veröffentlicht habe.


Meine drei K handeln von Kindern, Kaos (ja, es wird richtig Chaos geschrieben) und Kompromisse.

Lange Jahre war ich alleinerziehend. Mit zwei kleinen Kindern – anfangs noch beide im Kindergarten, bzw. durfte die Jüngere sogar früher* aufgenommen werden – und einer Weiterbildung um das eigenen Fortkommen und eine finanzielle Unabhängigkeit zu generieren, war es nicht immer die einfachste Sache.

Warum Kinder, Kaos und Kompromisse? Weil man, wenn man alleine für seine Kinder sorgt, alleine für sie verantwortlich ist und alleine mit allem Drumherum klarkommen muss, schon mal Kaos aufkommt, Kompromisse gemacht werden müssen und es den Kindern an nichts fehlen sollte.

Und ganz genau ist das die Herausforderung!
Da hat sich bis heute leider nichts geändert. Das ist sehr schlimm. Denn gerade alleinerziehende Eltern brauchen Unterstützung. Keine Bevormundung, sondern Assistenz, die ankommt, wo sie benötigt wird.

Zu unserem Unglück kam noch, dass meine Mutter früh verstorben ist, was bedeutete, dass wir nie in den Genuss kamen, dass Oma mal die Kinder nimmt, wenn „was ansteht“. Ungünstige Grundvoraussetzungen. Aber lösbar.

In dieser wöchentlichen Kolumne möchte ich auf die Herausforderungen eingehen, die man als Alleinerziehende (plural) hat. Aber auch das Leben in einer Familie mit zwei Elternteilen ist nicht immer mit Freuden zu geniessen. Vor allem die aktuellen Situation mit Corona, Schulpflicht, geschlossenen Schulen und Tageseinrichtungen, homeschooling etc. setzen Familien vor Anforderungen, die so noch nicht dagesessen sind.

Somit darf ich die Kolumne nächsten Montag dann mit einem ersten Beitrag wirklich starten und freue mich, wenn die Kinder oder der Andere konstruktiv eigene Erfahrungen. mitteilen möchte.

*früher: Als meine Kinder im Kindergarten waren, gab es noch keine U3 Gruppen oder U3 Kinder. Der Zugang zum Kindergarten war erst mit 3 Jahren möglich. Da ich Alleinerziehend und in Ausbildung war und eine sehr, sehr liebe und verständnisvolle Kindergartenleiterin hatte, durfte meine Tochter schon ein paar Tage vor ihrem 3. Geburtstag zu ihrem älteren Bruder in den Kindergarten.

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