Steinkunstwerk Herten

Erste Bilder und ein kleiner Rückblick zu unserem ersten Tag

Es war heiß. Die Sonne glühte. Aber wir hatten Schatten! Wunderschön im Grünen, mitten in der Innenstadt Herten durften wir, Claudia Heinrichs vom Kreativ.Quartier Herten, Carmen Muhs von den Waldrittern, Thomas Hegemann von den Falken/Stadt Herten, und eine Handvoll Kinder Steine bemalen. Es hat sichtlich Spaß gemacht.

Eis für bunte Steine

Das Wetter lud dazu ein und Rudi Calamini liess es sich nicht nehmen und lud die Kinder zum Eis essen ein. Für einen bunten Stein mit Eis bemalt gab es im Tausch ein Eis mit 2 Kugeln nach Wahl! Das war eine große Überraschung. Und eine tolle Herausforderung für die Kinder.

Einige Steine haben die Kinder als Erinnerung mitgenommen. Aber viele, wunderschön bunt, blieben bei uns und werden an den nächsten Wochenenden an die Säule kommen.

Wegen des zu heißen Wetters haben wir uns entschieden, die Betonsäule noch nicht zu gießen. Das wollen wir am kommenden Samstag dann nachholen. Dann dürfen auch die ersten Steine befestigt werden.

Weitere Termine zum Malen:

In der Woche bei den Falken immer mittwochs von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr im Garten gegenüber Vitusstr. 3

In der Woche bei den Waldrittern dienstags und donnerstags 14:00 bis 16 Uhr, das findet bei schönem Wetter auch im Garten statt, diese liegt neben dem der Waldritter und ist von der Ewaldstr. zugänglich. Hier bitte in der Ludothek melden.

Samstags im Garten ggü. Vitusstr. 3 jeweils von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Alle Fotos: Claudia Heinrichs/KreativQuartier Herten

Wer mag, darf sehr gerne auch seine bemalten Steine abgeben, damit sie an die Säule kommen.

Hinweis: Auf Grund der COVID19 Hygienebestimmungen sind wir verpflichtet von jede*m TeilnehmerIn Name und Adress sowie weitere Kontaktdaten aufzunehmen. es werden keine Daten an Dritte herausgegeben, ausser im Fall einer Infektion, wenn eine Übermittlung an die zuständigen Behörden angeordnet wird.

Es gelten Abstandsregeln von mind. 1,5 m zueinander. Ansonsten der Hinweis auf die MNS Maske 😊

Kunstkurse – Kunstsessions

Liebe Interessierte!

Mit ein paar Pinselstrichen und etwas schöner Farbe wird aus (d)einer leeren Leinwand auch ein schönes Kunstwerk. Wenn du Interesse hast, schöne Bilder für BeginnerInnen zu malen, kannst du dich gerne bei mir melden.
Hier zeige ich eine Auswahl von simplen Bildern, deren Entstehung wir gerne gemeinsam begehen können.

Voraussichtlich im Herbst diesen Jahres wird es eine tolle Kunstaktion geben, die interessierten angehenden KünstlerInnen erste Einblicke in verschiedene Kunststile gibt.

Bei mir wird es abstrakte Malerei mit Acrylfarben sein. Als Motive habe ich mir verschiedene klassische Motive ausgesucht, die auch deinen Geschmack treffen dürften. Das Erste stelle ich gleich hier vor:

Cacti

Kakteen in einer nächtlichen Szene mit herrlichem Himmel im Abendleuchten! Der Vollmond scheint hell und kontrastreich zu den schwarzen Silhouetten der Kakteen. Zahlreiche Sterne funkeln in der Weite des Alls. Leuchtende Farben zieren den Horizont.

Das ist schon ein Kunstwerk was sich sehen lassen kann.

cacti - Kakteeen Acrylmalerei abstrakt mit bunt gefärbtem Himmel und einem riesigen Mond am Abendhimmel

Dieses Bild lebt von seinen Farbverläufen und dem Kontrast des dunklen Schwarz der Kaktus-Silhouetten. Auf die Mischung kommt es an. Aber keine Sorge, es ist kein Hexenwerk und kann problemlos in einer Kunst-Session erlernt werden!

Für dieses Motiv stelle ich Schablonen (der Kakteen) zur Verfügung, wenn man es sich nicht zutraut, diese mit der Hand zu malen. Getupft sehen sie auch prima aus. Und je nach Dicke des Farbauftrages haben sie sogar Struktur – ein toller Nebeneffekt.

Kaktus im Topf

Das nächste Motiv stellt auch einen Kaktus dar. Hier wird jedoch mit bunten Farben und Farbtönen gearbeitet. Der Hintergrund ist als neutrales Bildelement einfarbig gehalten. Der mächtige Kaktus im Topf darf seine volle Farbenpracht in Szene setzen. Selbstverständlich sind die Stacheln und die ein oder andere Blüte. Ein hübsches Bild entsteht.
Hier wird mit Farbabstufungen gearbeitet. Das Grün des Kaktus in verschiedenen Farbnuancen um Tiefen hineinzugeben. So entsteht ein leichter 3D-Effekt.

Sakura

Das dritte Motiv stell einen Zweig mit Kirschblüten dar. Kirschblüten haben es mir angetan. Sie sind zart und duftend und einfach nur wunderschön.
Hier wir der Zweig wieder vor einem neutralen Hintergrund gesetzt um die Farben der Blüten zur Geltung zu bringen. Schlicht, nicht so bunt und dennoch ein Hingucker.

Sehen wir uns auf dem Event im Herbst? Er findet in der Hertener Innenstadt in verschiedenen Außengastronomien statt. Jeden Tag der Woche eine andere Künstlerin oder ein anderer Künstler mit ihren bzw. seinen Motiven, Kunsttechniken und einer Begeisterung, die ansteckend ist. Mach`mit und trau dich!

Wer liebe Kunst im kleinen Kreis und ohne Öffentlichkeit machen will, darf sich gerne bei mir melden. Wem „meine“ Kunstwerke nicht zusagen, den kann ich auch gerne an die eine oder den anderen der anderen Künstlern in Herten vermitteln.

Weiterhin viel Spaß!

Steinkunstwerke

Viele kennen sie – Wandersteine, Pottsteine, bemalte Steine. Steine, die angemalt werden um sie auszulegen, damit sie jemand findet, fotografiert, in den Sozialen Netzwerken auf Plattformen wie Facebook oder Instagram zu posten, wieder zu versteckn, damit sie erneut gefunden werden, fotografiert, gepostet, ausgesetzt …


Aus diesen Pottsteinen, die dafür extra bemalt werden, soll im KreativQuartier Herten ein gemeinschaftliches Kunstwerk entstehen. Ein städtisches Grundstück an der Ecke Vitusstraße / Ewaldstraße in der Hertener Innenstadt wird der Standort für eine Säule sein, an die diese Steine eingearbeitet werden.
In Zusammanarbeit mit den Falken und den Waldrittern werden im Vorlauf schon Steine fleißig bemalt.

Im August wird diese Säule dann aufgestellt und mit den den Steinen bestückt.

Ein Fundament sorgt für ausreichende Statik, das Erdloch wurde mit Hilfe des ZBH ausgehoben – vielen Dank dafür!

An den Samstagen im August darf mitgemacht werden. Gemeinsam werden Steine bunt bemalt, versiegelt und in die Säule eingearbeitet. Auf Grund der Hygienevorschriften zu Covid19 und der persönlichen – eurer – Gesundheit, bitte ich um Verständnis, dass immer nur eine beschränkte Anzahl von TeilnehmerInnen aktiv vor Ort sein dürfen.

Gerne dürft ihr aber auch selber zuhause Steine bemalen und uns vorbei bringen, damit sie an die Säule gesetzt werden.

Termine

Samstag, 08.08.2020 jeweils 11:00 bis 16 Uhr

Samstag, 15.08.2020 jeweils 11:00 bis 16 Uhr

Samstag, 22.08.2020 jeweils 11:00 bis 16 Uhr

Samstag, 29.08.2020 jeweils 11:00 bis 16 Uhr

Das Grundstück an der Ecke Vitusstraße / Ewaldstraße wird derzeit von den Falken genutzt. Es ist eine kleine Grüne Oase in der Innenstadt für Kinder, die hier allerlei Freizeitbeschäftigung draußen erleben können. Unter anderem werden ab sofort auch das Bemalen von Steinen angeboten.

Der Verkehrsverein Herten unterstützt diese Kunstaktion indem die Kosten für das Fundament und die Betonarbeiten rund um die Säule, das Versiegeln etc. übernommen werden. Vielen Dank dafür!

Die Patenschaft dieses Kunstprojektes übernimmt das KreativQuatier Herten, ebenso wie die Planung, Machbarkeit und Durchführung – vielen Dank auch hierfür!

Ich freue mich auch viele, kreative, bunte Steine und lasse ein paar Inspirationen und Malvorlagen anbei da.

Eine Galerie bemalter Steine findet ihr hier https://www.instagram.com/steinkunstwerke/?hl=de

Viel Spaß – und wir sehen uns hoffentlich zu einem der Termine vor Ort!

Herzliche Grüße

Manuela

Women & sports

Ein Essay. Auf Englisch.

In Germany, it is possible for every woman to do sports, as long as she is not disabled. Children do sports in kindergarten and at school. In the earlier years of the last century, girls and boys were separated while doing sport. Since the early 1970ies, they are allowed to have PE together. In some other countries in this world, doing sports is not as easy for women.
Although we are allowed to do so here, we are nevertheless disadvantaged. In many sports, there are no female teams. In some, like football or handball, female teams are not as famous as male teams although women are often more successful than men. This is the case in football for example. Here, women won the last few championships while the men didn’t.

Also, advertisements for female sports are kept to a minimum. For male sports, there are many events, accessories, tv shows and giveaways available. Regarding the women’s teams there is nearly nothing. Last year I asked FIFA via Twitter if we could get a few tweets about the female football team but there was not one advertisement! No noodle packages with flags on them, no sweets like Hanuta or Duplo depicting the face of female players, not even anything on typically female products like nail polish …

We are lost. Lost in a universe of men. It isn`t interesting (for advertisers?) to serve women, to make female sports attractive or popular for the great audience. This is also the case in football. There are only a few female reporters and only one referee who is a woman. If you watch after-football shows, you only see male experts talking about the matches. As if women had no voices!

Like in every other aspect of life, women often have to deal with sexual harassment. They are often only there to act as eye candy or, if men don`t like them, victims of insults. Women have to be good-looking in order to be noticed and to even be a little successful, or at least to have the chance of success. That is how it is in all of life, not only in sports.

When you grow up in Germany, you have to do sports regardless of your gender. The Bundesjugendspiele are very famous by – the teachers? Or the government? Even not for the pupils … Held as an annual ritual, the games have to be mastered by thousands of pupils, but with different expectations for girls or boys. We learn to swim when in elementary school, there are mixed teams for roll hockey, volleyball or badminton; mostly all boys are playing football. There are also teams for girls in the amateur clubs. It seems as if girls can do and be anything they like. Therefore, it is very sad that women do not get the same attention in professional sports! Unfortunately, women often are not given the attention, this also includes me.


If one were to ask me what the reason for this is, my fist answer would be missing advertising, namely the lack of action by sports associations like FIFA and others, the missing interest of companies to promote women and the lack of sports broadcasts on television or radio. A few sports goods manufacturers like Nike have women (and also PoC) as advertising ambassadors (?), but this is rarely the case.

Addendum 28 July 2020 with thanks to @rhonerin via Twitter

…to be continued (next time more).

Valentinstag-Poesie

Zum Tag der Liebenden laden wir euch zu einem poetischen Abend in der Galerie Paloma ein. Literarische Ergüsse und Skurriles im Zeichen der Liebe werden vorgetragen von enthusiastischen Wortkünstler*innen aus dem KreativQuartier Herten.

Valentinstag im KreativQuartier Herten

Valentinsherz

Am 14.02.2020 ab 19:30 Uhr darf man Ohren und Zunge verwöhnen lassen mit poetischen Texten und kleinen Liebeshäppchen von Sabines Marmeladen – made in KreativQuartier Herten.

14.02.2020
19:30 Uhr – 21:00 Uhr

Galerie Paloma
Ewaldstr. 96
45699 Herten

In einer klaren Vollmondnacht

In einer klaren Vollmondnacht
hat es ihn dahingerafft.
Hatte man ihn umgebracht?

Da lag er nun, am Straßenrand.
Der Wind pfiff kalt an ihm entlang.
Der Mond schien hell auf ihn herab.

Ein Auto fuhr an ihm vorbei.
Ein Hund schnüffelte an seinen Gliedern.
Doch ausgeklungen waren alle Lieder.

Einst schmückte man ihn mit goldenen Kugeln.
Ein Lichtgewand umhüllte ihn.
Sang ihm zu Ehren schöne Lieder.

Das tut man nun nie wieder!

Oh weh.

Da liegt er nun.
Ganz verlassen und vergessen.
Von all`dem Glanz nichts mehr zu sehen.

Die dunkle Nacht umhüllt ihn sanft.
Ein letzter Trost ist die Erinnerung
an einem warmen Raum im Kerzenschein.

Doch er ist nicht allein!

Es scheint, als längen dort an jeder Ecke
Seinesgleichen dicht an dicht.
Verlassen.
Am Straßenrand.

Der Morgen graut.
Man reißt ihn weg.
Karrt ihn hinfort.

Alle Jahre wieder.

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Ich habe, wie viele andere auch, heute meinen Tannenbaum an die Straße gelegt.
ist ja schon gut …

Herten ist bunt

Am 6. Januar trifft sich erneut das Bündnis „Herten ist bunt.“ Ort des Treffens ist die Galerie Paloma.


Es ist das Bestreben dieser Runde, Menschen zusammenzuführen, die in unserer Stadt eine kulturelle Vielfalt begrüßen, einen menschlichen Umgang miteinander anstreben und sich entsprechend engagieren wollen.
Bereits teilgenommen haben neben entsprechend motivierten Privatleuten beispielsweise auch Vertreter/innen unterschiedlicher Parteien aus Herten, sowie die VVN/BdA.
Da es sich um Menschen unterschiedlicher Couleur handelt, die bei gleicher Haltung aus unterschiedlichsten Beweggründen handeln, geht es auf persönlicher Ebene darum, dass unterschiedliche und zum Teil konträre Strömungen zusammengeführt, Hemmschwellen abgebaut und – u.U. vorher undenkbare – Kontakte gepflegt bzw. gebildet werden.


Auf der inhaltlichen Ebene informieren sich die Teilnehmer über ihre jeweils geplanten Veranstaltungen/Aktivitäten und bieten sich Unterstützung an. Somit stellt dieses Bündnis ein wichtiges Instrument der demokratischen Netzwerkarbeit dar.

Montag, 06.01.2020 um 19 Uhr Ewaldstraße 96 Herten

Galerie Paloma Eröffnung

Wir laden euch herzlich ein zur Eröffnung unsere Galerie Paloma am 25. Januar 2020.

Wir, das sind Adnan Kazim. Matthäus Wywiol und ich, Manuela Potthast. Wir drei habe im letzten Jahr geplant uns zusammen zu tun und unsere gemeinsamen Interessen dem geschätzten Publikum zu offenbaren.

Dafür haben wir uns Anfang des letzten Jahres auf die Suche gemacht und durch einen sehr glücklichen Zufall sind wir Mitte des Jahres fündig geworden. oder man hat uns gefunden …

Die Galerie Paloma liegt mitten im Kreativquartier Herten auf der Ewaldstraße 96 in Herten. Nur ein paar Schritte von Mates und meiner letzten Wirkungsstätte entfernt, dem Atelier Morphofalter, in dem jetzt das wunderschöne Ruhrpöttchen seine Heimat gefunden hat.

Ganz in der Nähe ist auch das ART.62 welches Schauplatz der Weltbaustelle Herten 2017 war und wozu Mate und ich Adnan kennengelernt haben. Die beiden haben zusammen mit Jwan Al Salim die Fassade des Art.62 zur Weltbaustelle 2017 künstlerisch aufwerten dürfen. Seit dem sind wir nahezu unzertrennlich und machen sehr viel gemeinsam. Ein buntes Trio.

Wunderbar also, dass wir nun eine gemeinsame Wirkungs- und Ausstellunsstätte haben.
Die Galerie Paloma soll nicht nur unsere Kunst zeigen, sonder vor allem auch ein Ort des Zusammentreffens sein. Hier wollen wir gemeinsam mit anderen Interessierten und Aktiven für ein buntes und vielfältiges Gemeinsam stehen und handeln. Das unsere Galerie Paloma heißt, ist also auch ein soziologisches Statement. Frieden. Salam. Shalom.

Am Samstag den 25. Januar heißen wir euch herzlich willkommen und laden euch ein mit uns diesen schönen Ort und unsere Intentionen zu feiern. Freut euch auf viele schöne Eindrücke, Kulinarisches und ein nettes Miteinander.

Herzlichst, eure
Adnan, Mate und Manuela

Aktualisiert:

Zum 01.04.2020 beende ich aus sehr persönlichen Gründen diese Galerie-Gemeinschaft und wünsche Mate und Adnan weiterhin viel Erfolg!
Unsere Wege werden sich kreuzen.

Gender-Gaga

Ein Selbstversuch.

Sprache ist wichtig! Sprache richtig anwenden ist wichtig. Aktuell wird man schon fast gelyncht, wenn man darauf aufmerksam macht, dass man Sprache gendern sollte. Warum? Warum soll man an jahrelangen Ausdrücken, feststehenden Begriffen und allgemeingültiger Umgangssprache etwas ändern?

Weil Sprache verletzten kann. Weil Sprache ausschließen kann. Weil Sprache differenziert. Weil Sprache fokussiert. Weil Sprache sensibilisiert. …

„Das haben wir schon immer so gesagt.“ „Frauen sind mitgemeint.“ “ Das stört mich nicht.“

Für unser Portal suchen wir gerade die richtige Umsetzung, was ehrlich nicht so einfach ist. Wir haben den Anspruch, dass ein schönes Schriftbild wiedergegeben wird, dass Software für Sehbehinderte gut übersetzt ohne zu holpern, Lesbarkeit … Ebenso sind manche Begriffe oder vor allem Berufsbezeichnungen nicht einfach mit einem Sternchen oder dem Binnen-I zu lösen, z.B. bei Architekten und Architektinnen.
Die erarbeitete Vorlage der Stadtverwaltung gibt Ratschläge, wie man Sprache Gender gerecht einsetzt, aber hier holpere ich über den Hinweis „Frauen sind mitgemeint„. Grundsätzlich möchte ich als Frau weder über eine Quote noch über gendergerechte Sprache wahrgenommen werden. Sondern als gleichberechtigtes Individuum. Was ich ebenso erwarte bei aller menschlicher Vielfalt!
Ich finde es bedenklich, dass man sagt „Die Behinderte …“ oder „Der Migrant …“, „Der schwule Außenminister …“, „Die transsexuelle Beigeordnete …“ – wozu ist das nötig?


Heute gab es Facebook in einer lokalen Gruppe eine Diskussion über einen Mann mit ausländischem Akzent. Die Threadgeberin hatte diese Info für wichtig erachtet, es gab Fragen, warum und das ebenso schnelle Reagieren a la „ich bin kein Nazi“sowie der Unmut über unnütze Diskussion.
Warum ich mich dagegen ausgesprochen habe? Es bringt für den Inhalt der Information (da sucht jemand im Müll) keinen ermesslichen Mehrwert. Es ist schlicht unerheblich, ob der Mann fließend oder gebrochen Deutsch spricht. (Tatsache ist, der Ärmste muss im Müll nach Verwertbaren suchen.)

Mir wurde heute von einem Deutschen der Platz im Bus weggenommen. Er hat sich einfach hingesetzt, obwohl ich dort sitzen wollte. Ich meine nur, weil es doch so viele Vergewaltigungen gibt. Ich erwarte, dass Männern der Zugang zum Bus verweigert wird.“ Völlig überzogen? Nein, leider hat diese Art der Pauschalisierung bereits einen festen Bestandteil auch in der medialen Berichterstattung befunden. Man muss nicht unbedingt BILD lesen, um sich emotional verblöden zu lassen.


Letztens auf irgendeiner Bühne. Eine Frau:“Ich habe meine Tänzer mitgebracht.“ Acht Frauen. FRAUEN!


Das macht Sprache mit uns! Sie verändert unsere Verhaltensweisen. Das ist gut so. Wenn man es richtig macht. Deswegen ist es wichtig, dass man Sprache, Ansprache, richtig verwendet. Dass das nicht immer leicht ist, merken in der Umsetzung alle, die sich darum bemühen. Das ist mühselig, das benötigt kreative Lösungen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es sich lohnt!

Um das auch anderen mal klar zu machen, habe ich mir vorgenommen, dass ich ab jetzt im privaten Bereich ausschließlich die weibliche Form nutze. Männer sind mitgemeint. Wir lange ich das aushalte und ob ich es überhaupt schaffe, wird sich zeigen. Steigern möchte ich das Ganze noch, indem ich zusätzlich vermehrt verallgemeinere. Liebe Leserinnen, liebe Tänzerinnen, liebe Träumerinnen dieser Erde, lasst uns Sprache als hilfreiches Werkzeug einsetzen.

Der Kuss

…nein, nicht der von Rodin.
Auch wenn ich Rodins Arbeiten sehr schätze und ihm auch gerne mal etwas widmen möchte.
Hier geht es um ein Märchen. Oder eine Fabel, mal sehen, was es wird. Denn noch sind die Worte im Kopf verteilt und haben sich noch nicht gefunden.

Heute auf Twitter die Aufgabe der Woche vom guten @kriegundfreitag: erfindet eine Comicfigur, die euch reich machen wird!
Gesagt, gesucht, getan. Die Froschkönigin hatte ich zugegebenerweise schon hier „rumliegen“. Aber sie kam noch nicht wirklich zum Einsatz, so dass es nun, zum neuen Jahr, an ihr ist, etwas Gutes zu tun. Denn das ist es ja, was Superhelden und Superheldinnen tun: was Gutes.

Und da war sie nun, bei Twitter und wartete auf ein paar Likes. Nette Accounts habe ich gefunden, denen ich nun folge. Und in meinem Kopf bildete sich die Idee. Ich nahm meinen nigelnagelneuen Füllfederhalter, den der Mann mit zu Weihnachten geschenkt hat, und fing an zu schreiben. Angelehnt an Grimms Märchen über den Froschkönig, fanden die ersten Wort Platz auf dem Papier.
Im Text könnten Teile von Sarkasmus und romantischem Naturgedöns gefunden werden …


Nun muss es nur weitergehen und eines Tages wird sie dann veröffentlicht. Als Märchen oder – wie der erste Gedanke war – als Fabel. Denn die Hauptfigur ist nicht etwa der genannte Frochkönig oder seine Frau, die Prinzessin. Sondern vielleicht ein Nachkomme, eine Froschkönigin.